Und wenn irgendjemand zu Recht als ein subtiler Asket unter den Asketen gelten soll, so bin ich es. Denn gewöhnlich gebrauche ich Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung nur, wenn ich dazu eingeladen wurde … Wenn ich mit anderen Mönchen lebe, werde ich von diesen gewöhnlich mit dem Körper, der Sprache und dem Geist freundlich behandelt, selten unfreundlich. Und ich bekomme von ihnen gewöhnlich angenehme Dinge, selten unangenehme. Ich bin gesund … Ich erlange nach Wunsch, ohne Mühe und Not, die vier Vertiefungen. Und ich habe mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, habe sie durch eigene Einsicht erkannt und lebe darin. Daher bin ich ein subtiler Asket unter den Asketen, wenn das für irgendjemanden zu Recht gelten soll.“
11. Das Kapitel über das unbeschwerte Leben
Unbeschwert leben „Auf fünf Arten, Mönche und Nonnen, lebt man unbeschwert. Auf welche fünf? Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, der Sprache und dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim. Er lebt gemäß den Tugendregeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.