Ebenso wartet Māra der Böse immer in der Nähe und denkt: ‚Hoffentlich kann ich im Auge, im Ohr, in der Nase, in der Zunge, im Körper oder im Geist einen Angriffspunkt finden.‘ Daher sollt ihr leben, indem ihr die Tore der Sinne bewacht. Wenn ihr mit dem Auge ein Bild seht, bleibt nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt Zügelung, bewacht das Sehvermögen und haltet es im Zaum. Wenn ihr mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn ihr mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn ihr mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn ihr mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn ihr mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und haltet es im Zaum. Wenn ihr lebt, indem ihr die Tore der Sinne bewacht, wird Māra enttäuscht von euch fortgehen, da er keinen Angriffspunkt finden kann, gerade wie der Schakal von der Schildkröte fortging. Ein Mönch soll seine Vorstellungen einziehen wie eine Schildkröte die Glieder unter den Panzer zieht. Unabhängig, ohne andere zu stören, erloschen: Er würde niemanden tadeln.“
19. Das Kapitel über das Gleichnis von den Giftschlangen
Das Gleichnis vom Baumstamm (1)