Und wie hält man maß beim Essen? Da denkt ein Mönch beim Essen über seine Nahrung wohlüberlegt nach: ‚Nicht zum Spaß, zum Schwelgen, als Schmuck oder Putz, sondern nur, um diesen Körper zu erhalten, um Schaden abzuwenden und das geistliche Leben zu fördern; so werde ich altes Unbehagen beenden und neues nicht entstehen lassen, und ich werde durchhalten und ohne Tadel und unbeschwert leben können.‘ So hält man maß beim Essen. Und wie weiht man sich dem Wachsein? Da meditiert ein Mönch am Tag im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen. In der ersten Nachtwache meditiert er im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen. In der mittleren Nachtwache legt er sich in der Haltung des Löwen nieder – auf die rechte Seite, einen Fuß auf den anderen gelegt – achtsam und der Situation bewusst, den Geist auf die Zeit des Aufstehens gerichtet. In der letzten Nachtwache steht er auf und meditiert im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen. So weiht man sich dem Wachsein. Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen die Tore unserer Sinne bewachen, beim Essen maßhalten und uns dem Wachsein weihen.‘ So sollt ihr euch schulen.“
12. Das Kapitel über die Welt und die Sinnesreize
Die Unterweisung Rāhulas