Nehmen wir weiter an, ein Mönch hat seine Tugend und seine Versenkung erfüllt und besitzt begrenzte Weisheit. Er verstößt gegen ein paar kleinere und nebensächliche Schulungsregeln und behebt diese Verstöße. Warum ist das so? Weil ich nicht sage, dass er deswegen unfähig sei. Aber bei den Schulungsregeln, die für das geistliche Leben grundlegend sind und ihm anstehen, ist er stetig und beständig und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln wird er durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren. Er erlischt dort und muss von jener Welt nicht zurückkehren. Nehmen wir weiter an, ein Mönch hat seine Tugend, seine Versenkung und seine Weisheit erfüllt. Er verstößt gegen ein paar kleinere und nebensächliche Schulungsregeln und behebt diese Verstöße. Warum ist das so? Weil ich nicht sage, dass er deswegen unfähig sei. Aber bei den Schulungsregeln, die für das geistliche Leben grundlegend sind und ihm anstehen, ist er stetig und beständig und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin. Also, Mönche und Nonnen, wenn ihr teilweise übt, habt ihr teilweise Erfolg. Wenn ihr umfassend übt, habt ihr umfassend Erfolg. In jedem Fall sind diese Schulungsregeln nicht umsonst, sage ich.“
9. Das Kapitel über Asketen
Schulung (2) „Mönche und Nonnen, alle vierzehn Tage werden mehr als hundertfünfzig Schulungsregeln aufgesagt, in denen ehrbare Menschen, die Selbsterkenntnis begehren, sich schulen. Diese sind alle in den drei Schulungen enthalten. In welchen drei? In der Schulung in höherer Tugend, höherem Geist und höherer Weisheit. Das sind die drei Schulungen, in denen alle Regeln enthalten sind.