Wenn er beim Prüfen erkennt: ‚Ich bin häufig begehrlich, böswillig, von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, rastlos, habe häufig Zweifel, bin häufig zornig, mein Geist ist häufig verunreinigt, mein Körper ist häufig aufgewühlt, ich bin häufig träge und nicht häufig im Samādhi versunken‘, dann soll dieser Mönch, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben, herausragenden Enthusiasmus aufbieten, herausragende Mühe, herausragenden Eifer, herausragende Tatkraft, herausragende Beharrlichkeit, herausragende Achtsamkeit und herausragendes Situationsbewusstsein. Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr herausragenden Enthusiasmus aufbieten, herausragende Mühe, herausragenden Eifer, herausragende Tatkraft, herausragende Beharrlichkeit, herausragende Achtsamkeit und herausragendes Situationsbewusstsein. Ebenso soll dieser Mönch herausragenden Enthusiasmus und herausragende Mühe aufbieten, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben … Doch wenn er beim Prüfen erkennt: ‚Ich bin häufig zufrieden, gütig, nicht von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, nicht rastlos, bin zuversichtlich, langmütig, mein Geist ist häufig rein, mein Körper ist häufig nicht aufgewühlt, ich bin häufig energisch und häufig im Samādhi versunken‘, dann soll er, auf diese tauglichen Eigenschaften gegründet, weiterhin Meditation üben, um die Befleckungen aufzulösen.“
6. Das Kapitel über den eigenen Geist
Mit Sāriputta Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, Mönche und Nonnen!“ „Geehrter“, antworteten sie. Sāriputta sagte: „Geehrte, wenn ein Mönch nicht im Erfassen des Geistes anderer bewandert ist, sollte er sich schulen: ‚Ich will im Erfassen meines eigenen Geistes bewandert sein.‘ So soll er sich schulen.