Daher: Einem Bedächtigen, weise und gelehrt, einem Tugendkoloss, seinen Gelübden treu, edel – solch einem verständigen wahren Menschen folge, wie der Mond dem Pfad der Sterne folgt.
16. Das Kapitel über die, die einem lieb sind
Dich einsetzen, wo du es nicht sollst, und da, wo du sollst, dich nicht einsetzen, dein Ziel vergessen – so hängst du an dem, was dir lieb ist, eifersüchtig auf die, die sich dem Ziel ihres Herzens weihen. Komm niemals denen zu nah, die dir lieb und unlieb sind. Denn die Geliebten nicht zu sehen, ist Leiden, und auch, die Ungeliebten zu sehen. Darum habe nichts lieb, denn die Geliebten zu verlieren, ist schlecht. Keine Knoten findet man in denen, die nichts lieben und nichts hassen. Kummer kommt von dem, was wir lieb haben, Furcht kommt von dem, was wir lieb haben; Wer vom Liebhaben frei ist, hat keinen Kummer, und erst recht keine Furcht. Kummer kommt von Zuneigung, Furcht kommt von Zuneigung; Wer von Zuneigung frei ist, hat keinen Kummer, und erst recht keine Furcht. Kummer kommt vom Genießen, Furcht kommt vom Genießen; Wer von Genießen frei ist, hat keinen Kummer, und erst recht keine Furcht.